Steuerbescheid

Ein Steuerbescheid zeigt dem Steuerzahler an, welche Steuerrückerstattung er erhält oder ob er eine Nachzahlung leisten muss. In der Regel verschicken Finanzämter die Bescheide im Schnitt etwa sechs bis acht Wochen nach Eingang der Einkommensteuererklärung. Das kann mitunter auch deutlich länger, aber auch kürzer dauern. In erster Linie hängt das von den Abgabefristen ab. Rund um die Abgabefristen ist der Arbeitsaufwand für den Sachbearbeiter deutlich höher und es kann zu Verzögerungen kommen.

Etwa jeder fünfte bis siebente Steuerbescheid enthält Fehler. Es ist also gar nicht so unwahrscheinlich, dass auch der eigene Bescheid fehlerhaft ist. Eine Überprüfung kann bares Geld sparen.

Gegen einen Steuerbescheid kann grundsätzlich innerhalb eines Monats Einspruch eingelegt werden. Es genügt ein formloses Schreiben, das dem Finanzamt auch ohne Nennung von Gründen anzeigt, dass von einem Einspruch Gebrauch gemacht wird.

Das sind die wichtigsten Themen rund um den Steuerbescheid:

  • fehlerhafter Steuerbescheid: ein Blick in die Erläuterungen des Sachbearbeiters kann Aufschluss darüber geben, welche Posten anerkannt wurden und welche nicht
  • Aufbau Steuerbescheid: Vorläufigkeitsvermerk, Steuerschuld, persönliche Daten, Erläuterungen
  • Steuerbescheid richtig lesen: so entschlüsselst Du Bürokraten-Deutsch
  • Wiedereinsetzung in den vorigen Stand: mit einem Antrag auf Wiedereinsetzung in den vorigen Stand können Fristen revidiert werden
  • Steuernachzahlung: unter dem Punkt “Feststellung” im Steuerbescheid gibt es detaillierte Erläuterungen, wie die Steuerrückzahlung bzw. -nachzahlung zustandekommt
  • Gründe für eine Steuererstattung: Angaben fehlerhaft, Kosten wurden nicht anerkannt, Pauschale wurde nicht berücksichtigt etc.
  • formloser Antrag: soll ein bestimmter Punkt in der Steuererklärung überprüft bzw. berichtigt werden, kann man dies mit Hilfe eines formlosen Antrags erreichen
  • Einspruch einlegen: Kosten wurden nicht anerkannt, Daten fehlerhaft angegeben, Finanzamt hat sich verrechnet, Urteile wurden nicht berücksichtigt etc.
Wiedereinsetzung in den vorigen Stand: Was bedeutet das?

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